24.06.2026
Wie erklärt man medizinische Inhalte in Virtueller Realität? Welche englischen Fachbegriffe sind für die grenzübergreifende Kommunikation wichtig? Und wie sehe ich eigentlich als Avatar aus?
Diese und viele andere Fragen möchte die Temicare 2.0 – Sommerakademie medizinischem und psychologischem Personal unserer Partnerzentren beantworten. Das innovative Format soll den bestehenden Fachaustausch der Partnerzentren intensivieren und auch für jugendliche Patienten neue Wege bieten, die eigene Krankheit und den Behandlungsweg zu verstehen.
Vom 22. bis 25. Juni nimmt medizinisches Personal an den kinderonkologischen Abteilungen der Universitätskliniken in Greifswald, Stettin, Krakau und Danzig an Schulungen teil. Darüber hinaus trainieren sie ihre kommunikativen Fähigkeiten in einer virtuellen Umgebung. Zu diesem Zweck wurde im Rahmen des Projekts Temicare 2.0 eine App für VR-Brillen entwickelt, in welcher virtuelle Hörsäle und Workshopräume zur Verfügung stehen, die mit Lehrmaterialien wie 3D-Modellen und Präsentationen ausgestattet sind.Im virtuellen Raum treffen sich gleichzeitig Teilnehmende aus Greifswald, Stettin, Krakau und Danzig, die in internationale, gemischte Gruppen eingeteilt sind. Die Kommunikation erfolgt in englischer Sprache. In sprachlich getrennten Übungsgruppen reflektieren deutsch- und polnischsprachige Gruppen über Kommunikation mit Familien und Patienten in schwierigen medizinischen Situationen.
Neben den VR-Meetings lernen die Teilnehmenden auch in online Vorträgen weitere wichtige Grundlagen zu den Themen Kinderonkologie, Psychologie, Medical English und Selbstfürsorge.
Die während der Summer Academy erworbenen Kompetenzen werden sowohl im klinischen Alltag auf den Krankenhausstationen als auch bei der Zusammenarbeit mit den internationalen Partnern von Nutzen sein. Die Teilnehmenden entwickeln Fähigkeiten, die für Videokonferenzen und die Arbeit in virtuellen Umgebungen erforderlich sind.
Über eine umfassende Evaluation soll außerdem erarbeitet werden, wo genau die Chancen und Limitationen vom VR-Einsatz in der Kinderonkologie liegen und wie diese in der deutsch-polnischen Zusammenarbeit bestmöglich berücksichtigt werden können.