Temicare 2.0 entwickelt eine App für VR-Brillen

13.03.2026

UMG-Entwickler entwickeln aktuell eine App für VR-Brillen, die es Ärzten ermöglichen wird, sich mit Patienten in einem 3D-Krankenhaus zu treffen. Mitarbeitern der Partnerkrankenhäuser wird es möglich sein, an den Meetings mit vom Projekt bereitgestellten VR-Brillen teilzunehmen

Besprechungen in einem realistisch aussehenden virtuellen Raum, in dem 3D-Modelle von Geweben und Organen unabhängig von der Entfernung präsentiert werden können, sind eine der wichtigsten Dienstleistungen des vom Interreg VIA-Programm kofinanzierten Projekts Temicare 2.0.

„Ärzte, die an der ersten Ausgabe des Temicare-Projekts teilgenommen haben, haben den Wunsch geäußert, die bisherigen 2D-Meetings in die virtuelle Realität zu bringen, um so noch besser die Inhalte zeigen, verstehen und diskutieren zu können. Die Erstellung der Anwendung geht mit dem Kauf von VR-Brillen einher, die den Temicare 2.0-Partnern aus Stettin, Krakau und Danzig zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung gestellt werden.“, sagt Tabea Troschke, Projektkoordinatorin von Temicare 2.0.

Besprechungen in der virtuellen Realität werden natürlich nicht die traditionellen Gespräche zwischen Ärzten und Patienten ersetzen, aber sie werden es ermöglichen, die Kommunikation zwischen ihnen gegebenenfalls zu ergänzen und zu unterstützen. Zu den Vorteilen von Sitzungen in VR gehören:

  • Die Möglichkeit, dass Experten aus verschiedenen Zentren gleichzeitig medizinische Fälle besprechen und mit Patienten sprechen können, die nicht weit reisen können
  • Der VR-Raum ist der beste Ort, um dreidimensionale Modelle von Organen und Körperprozessen genau darzustellen. Solche Modelle können es den Patienten erleichtern, das Wesen von Krankheit und Therapie zu verstehen, was ihnen hilft, optimale Entscheidungen im Behandlungsprozess zu treffen
  • Die Begegnung in einer virtuellen Umgebung, die den jungen Patienten bereits aus Computerspielen bekannt ist, hilft, die Distanz zum Arzt zu verringern und soll den Aufbau von Vertrauen erleichtern.

Derzeit wird unter anderem an der Programmierung gearbeitet, um sicherzustellen, dass die App auch bei einer größeren Anzahl von Nutzern stabil läuft, sowie an der Bewegungsmechanik und dem Aussehen der Räume, in denen die virtuellen Treffen stattfinden werden.

Bevor die Patienten in die virtuelle Welt eingeladen werden, wird die VR-Anwendung während der für Juni geplanten Temicare 2.0-Sommerakademie eingesetzt, bei der junge Ärzte aus Greifswald, Stettin, Krakau und Danzig den Umgang mit Patientengesprächen erlernen und ihr Fachenglisch verbessern.