23.07.2025
Wie sieht Projektmanagement an der UJ aus? Was ist anders bei der Patientenbetreuung im Krakauer Kinderklinikum und wie funktioniert externe Kommunikation? Diese Fragen wurden im Rahmen einer Temicare 2.0- Hospitation für drei Kolleg/innen der Universitätsmedizin Greifswald beantwortet.
An der Hospitation nahmen Tabea Troschke - Projektkoordinatorin, Sabrina Felgenhauer - Projektassistentin, die auch für die Arbeit des Onkologiezentrums an der UMG zuständig ist, und Michal Abkowicz – Kommunikationsmitarbeiter, teil. Der Besuch wurde von Vertretern des Collegium Medicums der Jagiellonen-Universität (Temicare 2.0 Partner) und der Abteilung für Onkologie und Hämatologie der Universitätskinderklinikums in Krakau (assoziierter Partner des Temicare 2.0-Projekts) ausgerichtet. Beide Abteilungen kooperieren seit Jahren mit den pädiatrischen Onkologiezentren in Greifswald und Szczecin, wobei das Krakauer Klinikum das führende Zentrum für die Behandlung des Neuroblastoms in Polen ist.
Das Team der UMG besuchte die Abteilung für Internationale Projekte. Konrad Kuliński, Abteilungsleiter und Temicare-Koordinator am Collegium Medicum, berichtete über Projektaktivitäten in seinem Bereich und gemeinsam tauschten sie Erfahrungen bei der Organisation und Koordinierung von Projekten aus. Im Büro für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit des Collegium Medicums lernte Michal Abkowicz die Arbeitspraktiken und Herausforderungen im Bereich Kommunikation und Information kennen, mit denen die älteste Universität Polens sich beschäftigt.
Bei einem Besuch in der Universitätskinderklinik in Krakau hatte das UMG-Team die Gelegenheit, sich über die aktuellen Leistungen, Herausforderungen und Pläne der Klinik für Kinderonkologie und -hämatologie zu informieren. Dabei sahen die Hospitant/innen aus erster Hand, wie die im Rahmen von Temicare 2.0 durchgeführten Aktivitäten in die tägliche Praxis eingebettet sind, und trafen das engagierte Ärzte- und Pflegeteam. Hier konzentrieren sich die Projektaktivitäten, die von Dr. hab. Aleksandra Wieczorek, Temicare 2.0-Projektleiterin im Krakauer Zentrum, realisiert werden. Während des Besuchs hatten die Mitglieder des Greifswalder Teams die Gelegenheit, mit der Leiterin der Station und der Ambulanz für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie, Prof. Walentyna Balwierz, zu sprechen.
Iwona Świerczek-Skwierawska, Stationsleitung an der Klinik für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie, berichtete über ein an der Einrichtung entwickeltes Schulungsprojekt für Eltern krebskranker Kinder, das ihnen grundlegende Informationen vermittelt und sie bei der täglichen Pflege unterstützt – eine Inspiration für Temicare 2.0, die wir gerne aufgreifen wollen.
Das Praktikum beinhaltete auch Diskussionen über laufende Projektaktivitäten, wie z. B. mit Vertretern der IT-Abteilung über den Einsatz moderner Technologien - wie Virtual-Reality-Brillen oder Lösungen auf der Grundlage künstlicher Intelligenz -, die in Temicare 2.0 vorgesehen sind.
„Die Hospitation gab uns die Möglichkeit, das Projekt mit den Augen unseres Krakauer Partners zu betrachten. Es ist eine wertvolle Erfahrung, die es uns ermöglicht, besser zu verstehen und zu berücksichtigen, wie die aus Greifswald koordinierten Aktivitäten in anderen Zentren und in einem anderen Land funktionieren. Dank des herzlichen Empfangs und der hervorragenden Organisation ermöglichte der Besuch viele persönliche Gespräche, die für die erfolgreiche Umsetzung eines internationalen, komplexen Projekts wie Temicare 2.0 unerlässlich sind", resümiert Tabea Troschke die Reise nach Krakau.