24.09.2025
Wie wichtig es ist, in einem medizinischen Notfall, lebensrettende Sofortmaßnahmen zu leisten, wurde in zahlreichen Fachvorträgen auf dem NaReT-Projektsymposium deutlich. An dieser Veranstaltung nahmen Ärzt/innen, Rettungsassistent/innen und Spezialist/innen für die Ausbildung von Rettungsassistenten aus Deutschland und Polen teil. Mit freundlicher Einladung der Organisatoren berichteten Vertreter von Temicare 2.0 von den Zielen, Aktivitäten und Herausforderungen des Projekts im Bereich der pädiatrischen Onkologie. denn auch hier geht es um lebensbedrohliche Situationen, in denen eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit sehr wertvoll sein kann.
Während des Treffens, das am 24. September unter dem Motto "Kommunikation. Reanimation. Integration." im Krupp Wissenschaftskolleg in Greifswald stattfand, konnte man sich über die gesamte Bandbreite notfallmedizinischer Fragestellungen im deutsch-polnischen Grenzgebiet informieren. Diese entsprechen dem breiten thematischen Spektrum des NaReT-Projekts: "Die Nachbarsprache wird wiederbelebt. Erwerb von sprachlicher und interkultureller Kompetenz durch KI-gestütztes Reanimationstraining im deutsch-polnischen Grenzgebiet". In den Vorträgen sprachen Experten aus Deutschland und Polen über Themen der Ersten Hilfe, der Medizin über Grenzen hinweg und der Ausbildung von medizinischem Personal. Vertreter von Temicare 2.0 stellten das Projekt in einem Vortrag mit dem Titel „Temicare 2.0 - Telemedizin und digitale Innovationen in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Bereich der lebensbedrohlichen onkologischen Erkrankungen bei Kindern“ vor.
Neben dem Vortrag vor Ort gab es einen Erste-Hilfe-Workshop und eine Vorführung der modernen Ausrüstung, die bei dieser Art von Ausbildung verwendet wird. Das Treffen bot auch die Gelegenheit, mit Vertretern lokaler Behörden und Organisationen, die die Zusammenarbeit im deutsch-polnischen Grenzgebiet vorantreiben, Kontakt aufzunehmen und gemeinsame Aktivitäten zu planen.
Das Projekt "Nachbarsprache |wird| reanimiert" (NaReT verknüpft den Erwerb kommunikativer und interkultureller Kompetenzen mit praxisnahen Reanimationstrainings – unterstützt durch künstliche Intelligenz, Tandemlernen und Extended Reality. Die Initiative schafft eine neuartige, immersive Lernumgebung, in der Kommunikation, Kultur und lebensrettendes Wissen ineinandergreifen.
Herzstücke des Projekts sind realistische, digital simulierte Notfallszenarien, in denen Lernende in der Nachbarsprache agieren. Dank XR-Brillen erleben sie interaktive Situationen mit lebensechten virtuellen Opfern, Augenzeugen und Angehörigen. Das Projekt NaReT wird unter der Leitung von Frau Dr. Dorothea Orsson und Herrn Dr. Grzegorz Czajkowski durchgeführt.