17.11.2025
Wie wichtig und inspirierend der fachliche Austausch im Bereich der Hämatologie ist, erlebten wir auf dem „Baltic Hematology Meeting“ am 6. und 7. 11. in Stettin. Dort konnten wir mehr über ein anderes spannendes grenzübergreifendes Projekt erfahren: im Projekt AMBeR (Advanced Modeling of Baltic cancer e-caRe), steht die Digitalisierung in der Krebsversorgung im Mittelpunkt. Dort werden E-Health-Lösungen bei Krebsbehandlungen entwickelt und erprobt. Das Ziel besteht darin, die Zahl der Krankenhausbesuche zu reduzieren und die Lebensqualität von Patienten zu verbessern.
Die Konferenz bot Gelegenheit, sich noch intensiver mit den Fachkollegen dieses Projektes zu vernetzen und natürlich auch, über unsere Arbeit zu berichten.
Prof. Holger Lode und Prof. Tomasz Urasinski, Initiatoren und Leiter der Temicare Kooperation, berichteten mit großer Begeisterung über die jahrzehntelange Zusammenarbeit zwischen pädiatrischen Onkologen aus renommierten Zentren in Greifswald, Stettin und Krakau und die Entscheidung, schließlich eine Kooperation zu gründen. Heute sind diese Zentren, mit einem Partner von Danzig, über modernen Technologien miteinander verbunden und in stetem Austausch.
„In Anbetracht der Tatsache, dass wir es mit seltenen Krankheiten zu tun haben und dass die Kompetenzen in diesem Bereich der Medizin nicht gleichmäßig auf die medizinischen Zentren verteilt sind, zielte die erste Auflage des Projekts darauf ab, die hervorragenden Fähigkeiten und Kenntnisse der Spezialisten auf beiden Seiten der Grenze durch den Einsatz telemedizinischer Lösungen optimal zu nutzen. Die Idee hinter der zweiten Auflage von Temicare ist es, die Zusammenarbeit zwischen den Partnern durch den Einsatz neuer Technologien, insbesondere der virtuellen Realität, weiter auszubauen", sagte Prof. Holger Lode auf dem Baltic Hematology Meeting.
Das Treffen, an dem Dutzende von Fachleuten aus Hämatologie und Hämatoonkologie teilnahmen, wurde von Prof. Bogusław Machaliński von der Pommerschen Medizinischen Universität, dem Leiter des AMBeR-Projekts, zusammen mit Prof. Christian A. Schmidt von der Universitätsmedizin Greifswald moderiert. Das AMBeR-Projekt wurde von dessen Koordinator in Stettin, Dr. Bartłomiej Baumert, vorgestellt. Die Veranstaltung, wurde vom Rektor der PUM, Prof. Leszek Domański, und dem langjährigen Rektor und jetzigen Ehrensenator der Universitätsmedizin Rostock, Wolfgang Schareck, eröffnet.
Ein weiteres Treffen von Vertretern der Projekte AMBeR und Temicare 2.0 ist bereits geplant: Im Dezember wird der AMBeR-Koordinator den Temicare 2.0-Partnern Informationen über das im Rahmen des INTERREG South Baltic-Programms durchgeführte Projekt vorstellen.