01.07.2025
Eine gemeinsame wissenschaftliche Publikation, ein Online-Kurs in Nuklearmedizin und die Evaluation der Technologie für die Ausbildung von medizinischem Personal waren die meist diskutierten Themen des Temicare 2.0-Projektpartnertreffens, das am 24. und 25. Juni in Greifswald stattfand.
An der zweitägigen Veranstaltung nahmen Ärzte, medizinisches Personal, Koordinatoren und Projektleiter aus den beteiligten Zentren teil. Das Treffen bot die Gelegenheit, Fortschritte und Herausforderungen in allen Bereichen des Projekts persönlich zu diskutieren und weitere Aktivitäten zu planen.
Die Veranstalter aus Universitätsmedizin Greifswald schenkten der wissenschaftlichen Seite des Projekts große Aufmerksamkeit, indem sie eine separate Sitzung der Arbeitsgruppe „Nuklearmedizin“ organisierten, an der Spezialisten auf diesem Gebiet teilnahmen. Das Ergebnis ihrer Arbeit, das anschließend mit allen Teilnehmern des Treffens erörtert wurde, war der Entwurf einer gemeinsamen wissenschaftlichen Veröffentlichung mit dem Arbeitstitel „Analyse diagnostischer und therapeutischer Strategien bei Neuroblastom im Kindesalter in verschiedenen klinischen Zentren in den Jahren 2015–2024“. Darin werden Fragestellungen im Zusammenhang mit der Durchführung der MIBG-Szintigraphie (einer Diagnosemethode unter Verwendung einer radioaktiven Substanz) unter Berücksichtigung der Unterschiede in der Vorgehensweise der einzelnen Zentren erörtert.
Auf der Tagung wurden ein Termin und ein vorläufiges Programm für den Online-Kurs „Nuklearmedizinische Bildanalyse“ festgelegt, der von Prof. Bożena Birkenfeld zusammen mit dem Team des nuklearmedizinischen Labors des Klinischen Universitätskrankenhauses Nr. 1 PUM in Szczecin geleitet wird. Die Teilnehmer der Veranstaltung aus Polen und Deutschland werden lernen, wie die medizinische Analyse von 131I-MIBG-Studien auf den Workstations beschrieben und präsentiert wird.
„Das Treffen der Temicare 2.0-Projektpartner im Juni half uns ebenso, das Konzept zur Erforschung der Auswirkungen des Einsatzes moderner Technologien zu diskutieren, die wir unter anderem in Form von VR, einem hochauflösenden Probenscanner und künstlicher Intelligenz im Patientenkontakt und bei Aufklärungsaktivitäten einsetzen werden. Dies ist ein wichtiger Schritt, da wir diese Analyse langfristig anlegen und somit parallel zu unseren Projektaktivitäten mitdenken müssen“, so Tabea Troschke, Temicare 2.0-Projektkoordinatorin.
Wie immer dient das Treffen der Projektpartner auch dem persönlichen Kontakt und bietet Menschen, die sich bisher nur aus Online-Gesprächen kannten, die Möglichkeit, sich persönlich auszutauschen und besser kennenzulernen. Dazu diente nicht nur der Fachaustausch, sondern auch eine Stadtführung durch Greifswald.